Wann sollten Eltern zu einem Kind „Los geht's“ statt „Auf geht's“ sagen?

Wann sollten Eltern zu einem Kind „Los geht's“ statt „Auf geht's“ sagen?

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Jeden Tag gibt es Übergänge. Zeit, den Park zu verlassen. Zeit, mit den Hausaufgaben zu beginnen. Zeit fürs Bett. Zwei gebräuchliche Sätze leiten Handlungen ein: „Los geht's“ und „Auf geht's“. Beide bedeuten „Fang jetzt an“. Beide beinhalten das Kind. Aber einer ist kürzer. Einer fühlt sich energiegeladener an. Eltern und Kinder können gemeinsam lernen. Vom einen zum anderen zu wechseln, erfordert Teamwork. Die richtigen Worte machen Übergänge reibungslos. Lasst uns diese beiden Aktionssätze untersuchen.

Was bedeuten diese Ausdrücke? „Los geht's“ bedeutet „Du und ich verlassen jetzt diesen Ort oder beginnen jetzt diese Aktivität“. Das Wort „los“ bezieht alle mit ein. Es ist eine Teamleistung.

Stell dir für ein Kind eine Startlinie vor. „Los geht's“ sagt: „Wir fangen zusammen an. Fertig, los.“

„Auf geht's“ bedeutet auch „Fang jetzt an“. Aber es fügt Energie hinzu. „Auf geht's“ deutet an, die Stille abzuschütteln. Den Körper aufzuwecken.

Stell dir für ein Kind eine Dehnung vor einem Rennen vor. „Auf geht's“ sagt: „Unsere Körper waren still. Jetzt wecken wir sie auf.“ Beide Sätze leiten eine Handlung ein. Beide verwenden „los“, um das Kind mit einzubeziehen. Sie scheinen ähnlich zu sein, weil Eltern beide verwenden, wenn es Zeit zum Starten ist. Doch der eine ist einfach. Der andere ist anregend.

Was ist der Unterschied? Der Hauptunterschied ist das Energieniveau. „Los geht's“ ist neutral. Es besagt einfach, dass es Zeit zum Starten ist. Kein zusätzlicher Anstoß.

„Auf geht's“ hat mehr Energie. Es weckt ein Kind, das müde oder feststeckt. Es deutet auf körperliche Bewegung hin.

Ein weiterer Unterschied ist die Länge. „Los geht's“ hat zwei Wörter. Es geht schnell. Man kann es in einer Sekunde sagen. „Auf geht's“ hat drei Wörter und mehr Silben. Es dauert länger, es zu sagen.

Noch ein Unterschied ist die Dringlichkeit. „Los geht's“ kann dringend klingen. Ein Elternteil sagt es, wenn es zu spät ist. „Auf geht's“ klingt eher ermutigend als dringend. Es sagt: „Lasst uns gemeinsam diese Langsamkeit abschütteln.“

Außerdem funktioniert „Los geht's“ für den Beginn jeder Aktivität. Ein Spiel. Ein Spaziergang. Eine Mahlzeit. „Auf geht's“ funktioniert am besten für körperliche Aktivitäten oder wenn ein Kind sehr still ist.

Bring Kindern bei, dass beides zum Handeln einlädt. Das eine ist eine Tür, die sich öffnet. Das andere ist ein sanfter Schubs.

Wann verwenden wir jedes einzelne? Verwende „Los geht's“ zum Verlassen von Orten. Der Spielplatz. Das Haus eines Freundes. Der Laden. Sag: „Los geht's. Zeit, nach Hause zu gehen.“

Verwende „Los geht's“ zum Starten von Aufgaben. „Los geht's, essen wir zu Abend.“ „Los geht's, räum dein Zimmer auf.“ „Los geht's, lies eine Geschichte.“

Verwende „Los geht's“, wenn du es eilig hast. Das Auto wartet. Sag: „Los geht's, sofort.“

Verwende „Auf geht's“, wenn sich ein Kind feststeckt. Sie sitzen auf dem Boden. Sie wollen nicht anfangen. Sag: „Auf geht's. Wir haben lustige Dinge zu tun.“

Verwende „Auf geht's“ zum Aufwachen. Ein Kind bleibt im Bett. Sag: „Auf geht's. Der Tag beginnt.“

Verwende „Auf geht's“ für Sport oder Spiel. „Auf geht's und rennen wir im Garten herum.“ „Auf geht's mit ein paar Hampelmännern.“

Eltern können beides vorleben. Sag „Los geht's“ für schnelle Übergänge. Sag „Auf geht's“, wenn ein Kind einen Energieschub braucht.

Beispielsätze für Kinder Hier sind einfache Sätze, die Kinder hören und sagen können.

Los geht's:

Los geht's, jetzt in die Bibliothek.

Los geht's, draußen spielen.

Los geht's. Die Schule beginnt in fünf Minuten.

Los geht's, eine Festung bauen.

Los geht's. Ich bin bereit, wenn du es bist.

Auf geht's:

Auf geht's. Wir haben einen langen Spaziergang vor uns.

Auf geht's. Das Museum schließt bald.

Auf geht's. Zeit, den Schlaf abzuschütteln.

Auf geht's mit unseren Morgenübungen.

Auf geht's. Dieses Zimmer wird sich nicht von selbst reinigen.

Lies diese laut vor. Beachte, wie „Los geht's“ schneller und direkter klingt. Beachte, wie „Auf geht's“ energiegeladener und ermutigender klingt.

Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt Eltern machen Fehler mit diesen Sätzen. Hier sind häufige Fehler.

Fehler 1: Immer „Auf geht's“ für alles sagen. Beispiel: „Auf geht's ins Badezimmer.“ Das klingt seltsam. Toilettengänge brauchen nicht so viel Energie. Richtig: Verwende „Los geht's“ für normale Übergänge. Spare „Auf geht's“ für den Fall, dass ein Kind wirklich feststeckt oder still ist.

Fehler 2: „Los geht's“ sagen, wenn das Kind nicht mitkommen kann. „Los geht's zur Arbeit“, wenn das Kind zu Hause bleibt. Das ist kein „Los geht's“. Das Kind geht nicht mit. Richtig: Sag „Ich muss zur Arbeit gehen“ oder „Papa geht jetzt.“

Fehler 3: Eine frustrierte Stimme verwenden. Die Zähne zusammenbeißen und „Los geht's“ sagen, klingt wütend. Das Kind fühlt sich beschuldigt. Richtig: Lächle. Mach es zu einem Team-Jubel. „Los geht's! Zusammen!“

Fehler 4: Vergessen, auf das Kind zu warten. Du sagst „Los geht's“ und gehst dann weg. Das Kind fühlt sich zurückgelassen. Richtig: Sag „Los geht's“ und halte deine Hand hin. Warte, bis sie sich dir anschließen.

Fehler 5: Nie die nächste Aktivität erklären. „Los geht's“ wohin? Kinder müssen wissen, was als Nächstes kommt. Richtig: Sag „Los geht's zum Auto. Dann holen wir uns Eis.“

Einfache Gedächtnistipps Hier sind einfache Gedächtnistricks.

Gedächtnistipp 1: Denk an ein Auto und ein Laufband. „Los geht's“ ist ein Auto. Es bringt dich von Ort zu Ort. „Auf geht's“ ist ein Laufband. Es weckt deinen Körper auf.

Gedächtnistipp 2: Benutze deinen Körper. Zeige nach vorne für „Los geht's“. Mache einen kleinen Jogging-Schritt für „Auf geht's“.

Gedächtnistipp 3: Denk an die Stille. Wenn das Kind bereits steht, sag „Los geht's“. Wenn das Kind sitzt oder liegt, sag „Auf geht's“.

Gedächtnistipp 4: Zeichne zwei Pfeile. Ein gerader Pfeil, der nach vorne zeigt = „Los geht's“. Ein welliger Pfeil mit Bewegungslinien = „Auf geht's“.

Gedächtnistipp 5: Verwende die „Energieanzeige“. Kind mit geringer Energie = „Auf geht's“. Kind mit normaler Energie = „Los geht's“.

Übe diese Tipps während der täglichen Übergänge. Beachte, welcher Satz zu jedem Moment passt.

Kurze Übungszeit Probiere diese Übungen aus. Eltern lesen vor. Kinder antworten.

Übung 1: Wähle den besten Satz.

Dein Kind liegt auf der Couch und schaut fern. Du musst in fünf Minuten zum Park gehen. Sagst du: a) Los geht's b) Auf geht's

Ihr steht beide an der Haustür. Schuhe sind an. Ihr seid bereit zu gehen. Sagst du: a) Los geht's b) Auf geht's

Dein Kind zögert, Spielzeug aufzuräumen. Sie stehen still. Sagst du: a) Los geht's b) Auf geht's

Antworten: 1(b), 2(a), 3(b)

Übung 2: Ergänze die Lücke.

„__________ zum Auto. Wir sind zu spät.“ (schnell, direkt)

„__________, Schlafmütze. Zeit aufzuwachen und sich zu dehnen.“ (energetisierend, aufwachen)

Antworten: 1. Los geht's, 2. Auf geht's

Bonus: Spiele das „Übergangsspiel“. Stelle einen Timer auf eine Minute. Wenn der Timer abläuft, sag entweder „Los geht's“ oder „Auf geht's“, um die nächste Aktivität zu starten. Wechsle die Sätze jedes Mal. Sprich darüber, welcher sich für jede Aktivität besser anfühlte.

Zusammenfassung Sag „Los geht's“ für schnelle, neutrale Übergänge, wenn alle bereits aufgestanden sind. Sag „Auf geht's“, wenn ein Kind zusätzliche Energie braucht, um die Stille abzuschütteln. Beides lädt zur Teamarbeit ein. Beide sagen „Du und ich zusammen“. Wähle das, was zur Energie deines Kindes passt. Und beginne immer mit einem Lächeln.