Was sind die lustigsten und beruhigendsten Gute-Nacht-Geschichten für junge Kinder?

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Katzen haben eine besondere Art, das Gewöhnliche in ein Abenteuer zu verwandeln und sich dann für ein Nickerchen zusammenzurollen. Das macht sie zu den perfekten Stars für Gute-Nacht-Geschichten. Die besten Gute-Nacht-Geschichten über unsere schnurrenden Freunde vermischen ihre natürliche Albernheit mit Herz und enden in einem gemütlichen, friedlichen Moment, der genau richtig zum Schlafen ist. Hier sind drei originelle, lustige Gute-Nacht-Geschichten, die jeweils eine Katze mit einem lustigen Problem zeigen, das zu einem ruhigen, glücklichen Ende führt.

Geschichte eins: Die Katze, die ein schrecklicher Jäger war

Mittens war eine flauschige, orangefarbene Katze mit großen, ernsten Augen. Sie lebte in einem gemütlichen Haus mit einem netten Mädchen namens Lily. Mittens hatte ein Ziel: ein großartiger Jäger zu sein. Sie hatte alle Katzenhandbücher gelesen (in ihrem Kopf). Sie übte ihren verstohlenen Gang. Sie perfektionierte ihren intensiven Blick.

Das Problem war, dass Mittens schrecklich im Jagen war. Ihre Ziele waren alle falsch. Sie verbrachte Stunden damit, den roten Punkt von Lilys Laserpointer zu „verfolgen“. Satz! Sie fiel auf den Boden, aber der Punkt war weg. „Er ist zu schnell!“, miaute sie frustriert.

Sie versuchte, die Staubflusen unter der Couch zu jagen. Aber sie rollten einfach weg, wenn sie sie schlug. Pffft. Sie waren unbefriedigende Beute. Einmal versuchte sie, ihren eigenen Schwanz zu „fangen“, was zu einem schwindelerregenden Drehen und einem Absturz in den Wäschekorb führte. Peng!

Eines Nachmittags sah sie die ultimative Beute. Ein Sonnenstrahl. Ein perfektes, goldenes Rechteck aus Licht auf dem Wohnzimmerteppich. Es war warm. Es war still. Es war wunderschön. Dies, so beschloss Mittens, war ein würdiger Gegner. Sie hockte sich hin. Sie zappelte mit ihrem Hinterteil. Sie sprang mit aller Kraft in die Mitte des Sonnenstrahls!

Anstatt ihn zu fangen, landete sie in einer warmen Lichtpfütze. Es fühlte sich wunderbar an. Sie schlug nach dem Rand des Strahls. Er rannte nicht weg. Er ließ nur ihre Pfote leuchten. Sie rollte sich darin. Es war wie Schwimmen in warmem Honig. Das war keine Jagd. Das war… Sonnenbad.

Lily kam herein und lachte. „Mittens, du hast ihn gefangen!“, sagte sie. „Du hast den Sonnenstrahl gefangen!“

Mittens pausierte. Sie hatte ihn gefangen. Sie saß direkt darin. Sie war die Königin des Sonnenstrahls! Sie begann zu schnurren, ein lautes, rumpelndes Schnurren des Sieges. Purrrrrrr. Von diesem Tag an änderte Mittens ihre Berufsbezeichnung. Sie war keine Jägerin mehr. Sie war eine Sonnenstrahlfängerin. Es war ein viel entspannenderer, erfolgreicherer Job. Jeden Tag suchte sie sich den besten Sonnenstrahl und „fing“ ihn, indem sie sich darin hinlegte, bis er verschwand.

In dieser Nacht, als Lily ins Bett ging, sprang Mittens hoch und rollte sich auf Lilys Beinen zusammen. Ihr Schnurren war sanft und gleichmäßig. Die Abenteuer des Tages – die Sätze, die Abstürze, der herrliche Sonnenstrahl – waren vorbei. Jetzt war es ihre Aufgabe, eine warme, schnurrende Decke zu sein. Und als Lily einschlief und dem maschinenartigen Schnurren von Mittens lauschte, wusste sie, dass ihre Katze die beste Sonnenstrahlfängerin der ganzen Welt und die beste Freundin für eine gemütliche Gute Nacht war. Mittens, die das sanfte Heben und Senken von Lilys Atem spürte, schloss ihre eigenen Augen, ein winziges, zufriedenes Lächeln auf ihrem Schnurrhaar-Gesicht, träumte von endlosen, sprungwürdigen Sonnenstrahlen.

Geschichte zwei: Das Kätzchen, das Angst vor der Dunkelheit hatte

Whiskers war ein winziges, schwarzes Kätzchen mit riesigen grünen Augen. Er war mutig in Bezug auf viele Dinge. Er schlug nach gruseligen Schnürsenkeln. Er konfrontierte den lauten Staubsauger (von unter dem Bett). Aber Whiskers hatte heimlich Angst vor der Dunkelheit. Nicht die Dunkelheit draußen, sondern die Dunkelheit im Flur in der Nacht, zwischen seinem gemütlichen Körbchen im Wohnzimmer und seinem Futternapf in der Küche.

Als das große Hauslicht ausging, wurde der Flur zu einem langen, schattigen Tunnel. Die Garderobe wurde zu einem gruseligen, vielarmigen Geschöpf. Der Schirmständer war ein stilles, klumpiges Monster.

Eines Nachts hatte Whiskers großen Durst. Sein Wassernapf war leer. Er blickte auf den dunklen Flur. Er machte einen Schritt. Knarren. Das Bodenbrett machte ein Geräusch! Er erstarrte. Sein Herz schlug wie eine winzige Trommel. Bum-bum-bum. Das war unmöglich! Er war ein mutiges Kätzchen! Er musste etwas tun.

Er hatte eine Idee. Er konnte die Dunkelheit nicht verschwinden lassen, aber vielleicht konnte er sie weniger… leer machen. Er begann zu singen. Kein Miauen, sondern ein leises, wackliges kleines Summen. „Hmm-hmm-hmmmm…“ Es war ein Lied über Mut und Wasser. Er machte einen Schritt und summte. Dann noch einen. Das Summen erfüllte den stillen Raum um ihn herum. Der Schatten der Garderobe hörte einfach zu. Das Schirmmonster schien mit einem Soundtrack weniger beängstigend zu sein.

Er schaffte es in die Küche! Erfolg! Er trank sein Wasser. Lap, lap, lap. Jetzt musste er zurück. Der Flur war immer noch dunkel. Er begann wieder sein mutiges Summen, diesmal etwas lauter. „Hmm-HMM-hmm-hmm…“ Als er ging, sah er einen Lichtschimmer unter der Schlafzimmertür der großen Leute. Es machte eine dünne, goldene Linie auf dem Boden. Er ging direkt auf der Linie, seine winzigen Pfoten auf dem Licht. Es war eine Brücke! Eine Lichtbrücke durch die Dunkelheit!

In der nächsten Nacht hatte Whiskers nicht so viel Angst. Er summte sein Lied und benutzte die Lichtbrücke. In der Nacht danach summte er nur die ersten paar Noten. Bald war der dunkle Flur kein beängstigender Tunnel mehr. Es war nur der Weg zum Wassernapf und der Weg zurück zu seinem Körbchen. Die Schatten waren nur Möbel, die ein Nickerchen machten.

Jetzt macht Whiskers jeden Abend seinen Ausflug ohne ein Geräusch. Er ist das mutigste Kätzchen im Haus. Und wenn er sich wieder in seinem Körbchen zusammenrollt, ist er stolz. Er hatte sich der Dunkelheit gestellt, und mit einem kleinen Summen und einer gefundenen Lichtbrücke hatte er gewonnen. Er schließt die Augen, sein winziger Körper entspannt sich vollständig. Das Haus ist ruhig, und die Dunkelheit ist nur eine weiche Decke über allem, einschließlich eines sehr mutigen, sehr schläfrigen kleinen schwarzen Kätzchens.

Geschichte drei: Die alte Katze, die vergaß, wie man schnurrt

Mr. Paws war eine alte, würdevolle Katze mit einem ergrauenden Maul. Er hatte viele Dinge gesehen. Er war weise. Er war ruhig. Aber eines Morgens erkannte er, dass etwas nicht stimmte. Er hatte vergessen, wie man schnurrt.

Er versuchte es. Er dachte an warme Schoße, an leckere Leckerlis, an sonnige Fensterbänke. Aber kein Grollen kam. Seine Schnurrbox war kaputt! Das war eine Katastrophe! Eine Katze, die nicht schnurren konnte, war wie eine Uhr, die nicht ticken konnte. Er empfand eine tiefe Traurigkeit.

Er beobachtete das neue Kätzchen Bella, wie es durch das Haus sauste. Bella schnurrte die ganze Zeit. Ein lautes, summendes Schnurren, wenn sie aß. Ein sanftes, schläfriges Schnurren, wenn sie ein Nickerchen machte. Mr. Paws vermisste sein Schnurren.

Eines ruhigen Nachmittags versuchte Bella, die Vorhänge hochzuklettern. Sie steckte etwa auf halbem Weg fest und miaute erbärmlich. Mr. Paws seufzte. Er ging hinüber, stützte seine alten Beine ab und ließ Bella seinen Rücken als Tritt benutzen, um herunterzukommen. Peng. Bella landete sicher und rieb ihren Kopf an Mr. Paws zum Dank.

Als sie sich an ihm rieb, spürte Mr. Paws eine seltsame Vibration in seiner Brust. Es war kein Schnurren. Es war eher ein… brrrrp? Ein rostiges, knisterndes Geräusch. Bella hörte es. Sie schnurrte lauter, als würde sie ihn ermutigen.

Später war der kleine Junge Sam traurig über ein kaputtes Spielzeug. Er saß auf dem Boden und schniefte. Mr. Paws ging hinüber und stupste Sams Hand sanft mit dem Kopf. Er rollte sich in Sams Schoß zusammen. Sam streichelte sein Fell, langsam und gleichmäßig. Als sich Sams Atmung beruhigte, spürte Mr. Paws dieses Gefühl wieder. Die Vibration. Diesmal war es etwas stärker. Ein Grollen begann tief im Inneren, wie ein Zug in weiter Ferne. Rrrr… rrrr…. Es war wackelig, aber es war da! Sein Schnurren!

Er hatte nicht vergessen, wie man schnurrt. Er hatte nur vergessen, warum er schnurrte. Es war nicht nur für warme Sonnenstrahlen. Es war, um einem albernen Kätzchen zu helfen. Es war, um einen traurigen Jungen zu trösten. Sein Schnurren war ein Dankeschön und ein „Es ist okay“.

Von diesem Tag an kam Mr. Paws’ Schnurren zurück. Es war kein konstanter Motor wie bei Bella. Es war ein besonderes, verdientes Grollen. Ein Schnurren der Weisheit und Liebe. Und nachts, wenn Sam ins Bett ging, rollte sich Mr. Paws zu seinen Füßen zusammen. Sam schlief beim Klang dieses alten, sanften, rumpelnden Schnurrens ein, ein Geräusch, das ihm sagte, dass alles in Ordnung war in der Welt. Mr. Paws, dessen Schnurren wiederhergestellt war, schloss als Letzter die Augen und wachte über seine Familie, bis auch ihn der Schlaf überkam, sein Schnurren erweichte sich in die stillen, tiefen Atemzüge einer zufriedenen Katze, die vollkommen in Frieden war.