Kinder bitten den ganzen Tag um Dinge. Ein Buntstift. Ein Snack. Ein Buch. Zwei gebräuchliche Sätze werden verwendet, um Bitten zu äußern: „Gib mir“ und „Reich mir“. Beide bedeuten „gib mir diesen Gegenstand“. Aber einer kann sich herrisch anhören. Einer klingt höflicher. Eltern und Kinder können gemeinsam lernen. Freundlich zu fragen, führt dazu, dass Menschen helfen wollen. Mit den richtigen Worten bekommt man mit einem Lächeln, was man braucht. Lasst uns diese beiden Ausdrücke zur Bitte untersuchen.
Was bedeuten diese Ausdrücke? „Gib mir“ bedeutet „gib mir diesen Gegenstand, damit ich ihn halten kann“. Es ist eine direkte Bitte. Es kann sich wie ein Befehl anhören, wenn man nicht „bitte“ hinzufügt.
Stellt euch für ein Kind eine offene Hand vor, die sich ausstreckt. „Gib mir“ sagt: „Leg das jetzt in meine Hand.“
„Reich mir“ bedeutet auch „gib mir diesen Gegenstand“. Aber es ist sanfter. Es deutet darauf hin, dass man seine Hand benutzt, um es zu übergeben. Das Wort „Hand“ lässt es sich eher wie ein Weiterreichen anfühlen, nicht nur wie ein Geben.
Stellt euch für ein Kind vor, dass man einen Staffelstab in einem Staffellauf weitergibt. „Reich mir“ sagt: „Bitte gib es mir vorsichtig mit deiner Hand.“ Beide Sätze bitten jemanden, dir etwas zu geben. Beide bedeuten „gib mir diesen Gegenstand“. Sie scheinen ähnlich zu sein, weil die Leute beide verwenden, um nach Dingen zu fragen. Doch einer kann fordernd klingen. Einer klingt eher wie ein höfliches Weiterreichen.
Was ist der Unterschied? Der Hauptunterschied ist die Höflichkeit. „Gib mir“ kann sich wie ein Befehl anhören, besonders von einem Kind. „Gib mir diesen Keks“ klingt herrisch. „Reich mir“ klingt sanfter und höflicher. Es impliziert eine sanfte Übergabe.
Ein weiterer Unterschied ist die Formalität. „Reich mir“ klingt etwas vorsichtiger. Man könnte in einer Bibliothek sagen: „Reich mir das Buch“. „Gib mir“ ist direkter und gebräuchlicher.
Ein weiterer Unterschied ist die körperliche Nähe. „Reich mir“ deutet darauf hin, dass die Person nah genug ist, um etwas direkt in die Hand zu geben. „Gib mir“ kann auch aus größerer Entfernung verwendet werden. „Gib mir die Fernbedienung“ von der anderen Seite des Raumes.
Außerdem kann auf „Reich mir“ „runter“ oder „rüber“ folgen. „Reich mir die Kiste runter.“ „Gib mir“ lässt sich nicht so kombinieren.
Lehrt Kinder, dass beide nach etwas fragen. Einer ist direkt. Einer ist sanfter und höflicher.
Wann verwenden wir jeden? Verwende „Gib mir“ für direkte Bitten. Aber füge immer „bitte“ hinzu. „Gib mir bitte die Schere.“ Das macht es höflich. Ohne „bitte“ klingt es unhöflich.
Verwende „Gib mir“ in lockeren Gesprächen mit der Familie. „Gib mir eine Umarmung.“ „Gib mir fünf.“ Das ist freundlich.
Verwende „Gib mir“, wenn du es eilig hast oder etwas schnell brauchst. Aber sag trotzdem „bitte“.
Verwende „Reich mir“, um höflicher und sanfter zu klingen. „Reich mir bitte den Bleistift.“ Das ist sehr nett. „Reich mir bitte das Salz.“ Es klingt wie eine nette Bitte.
Verwende „Reich mir“, wenn jemand in der Nähe ist. „Reich mir bitte das Buch aus dem Regal.“ Die Person kann es erreichen.
Verwende „Reich mir“ zum vorsichtigen Weiterreichen von Dingen. „Reich mir das Glas vorsichtig.“ Dies deutet auf eine sanfte Übergabe hin.
Eltern können beide vorleben. Sag „Gib mir bitte“ für direkte Bitten. Verwende „Reich mir“ für sanftere, nähere Übergaben.
Beispielsätze für Kinder Hier sind einfache Sätze, die Kinder sagen können.
Gib mir:
Gib mir bitte den roten Buntstift.
Kannst du mir dabei helfen?
Gib mir eine Minute, um fertig zu werden.
Gib mir bitte mein Spielzeug zurück.
Gib mir fünf! (Hände klatschen)
Reich mir:
Reich mir bitte den Kleber.
Kannst du mir meinen Rucksack reichen?
Reich mir bitte die Fernbedienung.
Reich mir bitte das Buch aus dem obersten Regal.
Reich mir das Baby vorsichtig.
Lest diese laut vor. Beachtet, wie „Gib mir“ mit „bitte“ in Ordnung ist. Beachtet, wie „Reich mir“ noch sanfter klingt.
Häufige Fehler, die man vermeiden sollte Kinder machen Fehler mit diesen Sätzen. Hier sind häufige Fehler.
Fehler 1: „Gib mir“ ohne „bitte“ sagen. „Gib mir den Ball.“ Das klingt unhöflich. Der Zuhörer fühlt sich herumkommandiert. Richtig: Sag immer „Gib mir bitte den Ball.“
Fehler 2: „Reich mir“ verwenden, wenn der Gegenstand weit entfernt ist. „Reich mir die Fernbedienung“ funktioniert, wenn die Person sie erreichen kann. Wenn sie sich auf der anderen Seite des Raumes befindet, sag „Hol mir“ oder „Bring mir“. Richtig: Verwende „Reich mir“ nur für Dinge, die in Reichweite sind.
Fehler 3: Vergessen, dass „Reich mir“ zwei Wörter sind. „Reich mir“ nicht „reichmir“. Richtig: Immer zwei Wörter.
Fehler 4: „Gib mir“ verwenden, um etwas vorsichtig weiterzureichen. „Gib mir das Wasserglas“ ist in Ordnung. Aber „Reich mir“ deutet auf mehr Vorsicht hin. Richtig: Sag für zerbrechliche Dinge „Reich mir“.
Fehler 5: Nicht „bitte“ zu beiden sagen. Beide Sätze brauchen „bitte“, um höflich zu sein. „Reich mir das Salz“ ohne bitte ist immer noch besser als „Gib mir“, aber bitte ist am besten. Richtig: Füge jeder Bitte „bitte“ hinzu.
Einfache Gedächtnistipps Hier sind einfache Gedächtnistricks.
Gedächtnistipp 1: Denke an einen Chef und einen Freund. „Gib mir“ ohne bitte klingt herrisch. „Reich mir“ klingt, als würde ein Freund freundlich fragen.
Gedächtnistipp 2: Benutze deine Hände. Strecke die Hand mit offener Handfläche für „Gib mir“ aus. Halte deine Handfläche nach oben, Finger zusammen für „Reich mir“ (als ob du etwas vorsichtig empfängst).
Gedächtnistipp 3: Erinnere dich an das Wort „bitte“. Beides ist in Ordnung, wenn du „bitte“ sagst. Aber „Reich mir“ klingt besonders nett.
Gedächtnistipp 4: Zeichne zwei Bilder. Ein Kind mit einem fordernden Gesicht = „Gib mir!“ (ohne bitte). Ein Kind mit einem lächelnden Gesicht und offener Hand = „Reich mir bitte.“
Gedächtnistipp 5: Verwende den „Nah-gegen-Fern“-Test. In Reichweite = „Reich mir“. Weiter entfernt = „Gib mir“ oder „Bring mir“.
Übe diese Tipps bei täglichen Bitten. Bitte nett um Dinge.
Kurze Übungszeit Probiere diese Übungen aus. Eltern lesen vor. Kinder antworten.
Übung 1: Wähle den besten Satz.
Du möchtest einen Bleistift von deinem Freund, der neben dir sitzt. Du möchtest sehr höflich sein. Sagst du: a) Gib mir den Bleistift b) Reich mir bitte den Bleistift
Du bist auf der anderen Seite des Raumes von deinem Geschwister. Du möchtest die Fernbedienung. Sagst du: a) Gib mir bitte die Fernbedienung b) Reich mir bitte die Fernbedienung
Du möchtest ein Glas Wasser vorsichtig weitergereicht bekommen. Sagst du: a) Gib mir das Glas b) Reich mir bitte das Glas
Antworten: 1(b), 2(a – „Reich mir“ ist für die Nähe), 3(b)
Übung 2: Fülle die Lücke aus.
„__________ den orangenen Marker bitte.“ (direkt, aber mit bitte)
„__________ die zerbrechliche Vase vorsichtig.“ (sanft, nah)
Antworten: 1. Gib mir, 2. Reich mir
Bonus: Spiele das Spiel „Höfliche Bitte“. Eine Person bittet um einen Gegenstand mit „Gib mir“ oder „Reich mir“. Die andere Person sagt „bitte?“, wenn sie „bitte“ vergessen hat. Sieh, wer am nettesten fragen kann. Übe, jeder Bitte „bitte“ hinzuzufügen.
Zusammenfassung Verwende „Gib mir“ für direkte Bitten, aber sag immer „bitte“, sonst klingt es herrisch. Verwende „Reich mir“ für sanftere, nähere Übergaben, ebenfalls mit „bitte“. Beide bitten um etwas. Einer ist direkt. Einer ist sanfter. Lehre Kinder, dass das Zauberwort „bitte“ jede Bitte besser macht. Reich mir ein Lächeln. Gib mir eine Umarmung. Freundlichkeit ist das Beste, worum man bitten kann.
















