Eine tolle Gute-Nacht-Geschichte mit Bildern malt eine Szene im Kopf. Die Worte erzeugen die Bilder. Die besten Gute-Nacht-Geschichten sind wie eine Galerie mit lustigen, gemütlichen Bildern. Sie helfen einem Kind, eine sanfte, alberne Welt vor dem Schlafengehen zu sehen. Hier sind drei neue Geschichten. Lies sie so, als wären es Gute-Nacht-Geschichten mit Bildern in einem Buch. Jede Geschichte handelt von einer vertrauten Sache. Jede hat eine sanfte, lustige Wendung. Und jede endet mit einem ruhigen, visuellen Moment, perfekt, um das Buch zu schließen und die Augen zu schließen. Blättern wir zur ersten Geschichte.
Geschichte eins: Das Kissen, das schüchtern war
In einem sonnigen Schlafzimmer gab es ein Kissen. Es war flauschig und weiß. Sein Name war Puff. Puff war sehr gut in seinem Job. Er war weich. Er war bequem. Aber Puff hatte ein Geheimnis. Er war schüchtern. Er mochte keine Aufmerksamkeit.
Wenn Leo auf das Bett sprang, versuchte Puff, sich klein zu machen. Pffft! Er verlor ein wenig Flaum. Wenn Leo seinen Kopf ausruhte, war Puff glücklich. Aber er hoffte, Leo würde ihn nicht bemerken. Er wollte einfach ein ruhiger, unterstützender Freund sein.
Eines Tages kaufte Leos Mutter einen neuen Kissenbezug. Er war mit Bildern von brüllenden Rennwagen bedeckt. Vroom! Vroom! Die Bilder waren laut und hell. Puff war entsetzt. „Das kann ich nicht tragen!“, flüsterte er der Matratze zu. „Es ist zu auffällig! Ich bin ein ruhiges, beiges Kissen im Inneren!“
Aber der Bezug kam drauf. Puff fühlte sich, als würde er ein Kostüm tragen. In dieser Nacht ging Leo ins Bett. Er sah den neuen Kissenbezug. „Cool! Rennwagen!" Er gab Puff einen freundlichen Stoß. Wumm! Dann legte er seinen Kopf hin. „Dieses Kissen ist das Beste“, murmelte Leo. „So weich.“
Puff, in seinen lauten neuen Klamotten, spürte ein warmes Gefühl. Leo liebte ihn nicht wegen der Rennwagen. Leo liebte ihn, weil er weich war. Er war bequem. Die Bilder waren nur Dekoration. Er, Puff, war der wichtigste Teil.
Von da an machte es Puff nichts mehr aus, den Bezug zu tragen. Manchmal hatte er Raketen. Manchmal hatte er Dinosaurier. Es spielte keine Rolle. Er war immer noch Puff. Das schüchterne, weiche, wunderbare Kissen im Inneren. Seine Aufgabe war es, ein ruhiger Freund zu sein. Und das war der beste Job von allen.
Das Bild für diese Gute-Nacht-Geschichte mit Bildern würde das Bett im Mondlicht zeigen. Das Kissen mit dem Rennwagenbezug ist prall und friedlich. Leo schläft, sein Gesicht ist ruhig. Die erste Geschichte ist vorbei. Das schüchterne Kissen ist in Frieden, endlich wohl in seiner eigenen weichen Haut, egal was es trägt.
Geschichte zwei: Der Drachen, der Höhenangst hatte
In einem Schrank, hinter den Wintermänteln, lebte ein Drachen. Er war rot und blau mit einem langen, wehenden Schwanz. Sein Name war Zoom. Jeden Frühling nahm die Familie Zoom mit in den Park. Die anderen Spielzeuge fanden das toll. „Du darfst fliegen!“, sagten sie. „Du berührst die Wolken!“
Aber Zoom hatte ein Geheimnis. Er hasste das Fliegen. Er hatte Höhenangst. In dem Moment, in dem der Wind ihn erfasste, flatterte sein Papierherz vor Angst. „Zu hoch! Zu hoch!“, wollte er schreien, aber der Wind pfiff nur an ihm vorbei. Wusch!
Eines sonnigen Samstags ging die Familie auf den Hügel. Der Papa hielt Zooms Schnur. Der Wind hob ihn hoch. Wusch! Hoch ging es. Der Boden wurde kleiner. Die Leute sahen aus wie Ameisen. Zoom war verängstigt. Er versuchte, abzutauchen. Er versuchte, sich unkontrolliert zu drehen. Er tanzte wackelig und nervös am Himmel.
Unten lachte Leo. „Schau! Mein Drachen tanzt! Es ist so lustig!“ Der Papa lachte auch. „Er hat ein paar wilde Moves!“
Zoom hörte das Lachen. Es war kein böses Lachen. Es war ein fröhliches, freudiges Lachen. Sie dachten, seine Angst sei ein Tanz. Sie dachten, seine Wackler seien lustig. Er schaute nach unten. Von hier oben konnte er den ganzen Park sehen. Die Picknickdecken sahen aus wie bunte Briefmarken. Der Bach war ein glänzendes Band. Es war… eigentlich irgendwie wunderschön.
Er hörte auf zu kämpfen. Er ließ den Wind ihn halten. Er entspannte sich. Er fiel nicht. Er schwebte. Er tanzte mit dem Wind. Und die Leute unten lächelten bei seinem Tanz. Zum ersten Mal hatte er keine Angst. Er war ein Performer. Ein rot-blauer Tänzer in einem himmelblauen Theater.
Als es Zeit war, nach Hause zu gehen, holte der Papa ihn ein. Zoom landete sanft auf dem Gras. Er war müde, aber glücklich. Das Bild für diese Gute-Nacht-Geschichte mit Bildern würde den Drachen zeigen, zurück im Schrank, sein Schwanz zufrieden gekräuselt. Die Tür ist leicht geöffnet und zeigt eine sternenklare Nacht draußen. Zoom denkt nicht an die beängstigenden Höhen. Er träumt von seinem nächsten sanften, wackeligen, wunderschönen Tanz mit dem Wind.
Geschichte drei: Die Straßenlaterne, die den Mond liebte
An einer ruhigen Straßenecke stand eine hohe Straßenlaterne. Sein Name war Lenny. Jeden Abend, wenn die Sonne unterging, schaltete sich Lenny ein. Klick. Sein warmes, orangefarbenes Licht erstreckte sich auf den Bürgersteig. Er beleuchtete den Weg für Leute, die mit Hunden spazieren gingen. Er zeigte den Weg für Fahrräder.
Aber Lenny fühlte sich gewöhnlich. Über ihm, am riesigen, dunklen Himmel, war der Mond. Der Mond war silbern und kühl. Er beleuchtete die ganze Welt. Jeder schrieb Gedichte über den Mond. Niemand schrieb Gedichte über eine Straßenlaterne.
„Ich bin nur ein Pfosten mit einer Glühbirne“, seufzte Lenny eines Nachts. Der Mond, hell und voll, schien herunter. „Du machst einen guten Job, Lenny“, sagte der Mond, seine Stimme sanft und silbern. „Du beleuchtest die Risse im Bürgersteig. Du hältst die Nacht für kleine Füße sicher. Ich bin zu weit weg, um das zu tun.“
Lenny war überrascht. Der Mond kannte seinen Namen? „Aber du bist magisch“, sagte Lenny.
„Du auch“, antwortete der Mond. „Du bist beständig. Du bist immer hier. Ich wachse und schwinde. Ich verstecke mich hinter Wolken. Du bist zuverlässig. Das ist eine andere Art von Magie.“
Gerade dann ging ein kleines Mädchen mit ihrem Vater unter Lennys Licht. Sie suchte nach ihrer verlorenen Katze. „Schnurrhaare? Schnurrhaare!“, rief sie. Lenny leuchtete ein wenig heller und breitete sein Licht in die Büsche aus. Da! Ein Augenpaar glitzerte. Das kleine Mädchen fand ihre Katze, versteckt genau im Kreis von Lennys Licht.
„Danke“, sagte der Vater und blickte zur Straßenlaterne auf, als hätte sie geholfen. Vielleicht hatte sie es ja.
Lenny spürte ein warmes Leuchten (und nicht nur von seiner Glühbirne). Der Mond hatte Recht. Er hatte seinen eigenen Job. Er beleuchtete die kleinen, wichtigen Dinge. Die verlorene Katze. Der Weg nach Hause. Die ruhige Straße.
Der Mond lächelte. „Siehst du? Teamwork.“
Von dieser Nacht an war Lenny stolz. Er wollte nicht der Mond sein. Er wollte Lenny sein, die Straßenlaterne. Das letzte Bild für unsere Gute-Nacht-Geschichten-mit-Bildern-Sammlung würde die ruhige Straße zeigen. Der Mond steht hoch, eine Silbermünze am Himmel. Unten leuchtet Lenny, die Straßenlaterne, einen warmen, orangefarbenen Kreis auf dem Bürgersteig, wo sich eine jetzt gefundene Katze zusammenrollt und sicher schläft. Die Nacht ist friedlich. Jedes Licht, groß und klein, macht seinen perfekten Job. Und in den Häusern in der Nähe schlafen alle Kinder fest und träumen in der freundlichen Dunkelheit zwischen Mondlicht und Straßenlaternenlicht.

