Die Liebe ruft uns zu den Dingen dieser Welt von Richard Wilbur - Giggle Poems

Die Liebe ruft uns zu den Dingen dieser Welt von Richard Wilbur - Giggle Poems

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Original Poem:

The eyes open to a cry of pulleys,
And spirited from sleep, the astounded soul
Hangs for a moment bodiless and simple
As false dawn.
Outside the open window
The morning air is all awash with angels.
Some are in bed-sheets, some are in blouses,
Some are in smocks: but truly there they are.
Now they are rising together in calm swells
Of halcyon feeling, filling whatever they wear
With the deep joy of their impersonal breathing;
Now they are flying in place, conveying
The terrible speed of their omnipresence, moving
And staying like white water; and now of a sudden
They swoon down into so rapt a quiet
That nobody seems to be there.
The soul shrinks
From all that it is about to remember,
From the punctual rape of every blessèd day,
And cries,
“Oh, let there be nothing on earth but laundry,
Nothing but rosy hands in the rising steam
And clear dances done in the sight of heaven.”
Yet, as the sun acknowledges
With a warm look the world’s hunks and colors,
The soul descends once more in bitter love
To accept the waking body, saying now
In a changed voice as the man yawns and rises,
“Bring them down from their ruddy gallows;
Let there be clean linen for the backs of thieves;
Let lovers go fresh and sweet to be undone,
And the heaviest nuns walk in a pure floating
Of dark habits,
keeping their difficult balance.”

Analyse und Interpretation des Gedichts

Dieses eindringliche Gedicht beginnt mit einer lebhaften Erwachensszene, in der die Augen des Sprechers sich zum Klang von Seilzügen öffnen, was den Beginn eines neuen Tages symbolisiert. Die Seele, beschrieben als "erstaunt" und "körperlos", erlebt einen kurzen Moment der Abtrennung von der physischen Welt, ähnlich dem unsicheren Licht einer falschen Dämmerung. Die Bildsprache von Engeln in Alltagskleidung—Bettlaken, Blusen, Schürzen—verwischt die Grenze zwischen dem Göttlichen und dem Gewöhnlichen und deutet darauf hin, dass das Heilige im alltäglichen Leben zu finden ist.

Die Engel erheben sich in "ruhigen Wellen des heiteren Gefühls" und füllen ihre Gewänder mit einer tiefen, unpersönlichen Freude. Ihre Bewegung ist sowohl schnell als auch still, wie "weißes Wasser", und verkörpert ein Paradoxon von Allgegenwart und Stille. Diese mystische Vision ist so intensiv, dass die Seele für einen Moment zurückschreckt, überwältigt von der harten Realität des täglichen Lebens, die eindringlich als die "punctual rape of every blessèd day" beschrieben wird. Dieser Ausdruck vermittelt das schmerzhafte Eindringen von Routine und Verantwortung in die flüchtigen Momente der Transzendenz der Seele.

Der Schrei der Seele nach Einfachheit—"lass es auf Erden nichts geben als Wäsche"—drückt ein Verlangen nach Reinheit, Unschuld und der bescheidenen Schönheit alltäglicher Aufgaben aus, symbolisiert durch "rosige Hände im aufsteigenden Dampf" und "klare Tänze, die im Angesicht des Himmels getanzt werden." Doch als die Sonne vollständig aufgeht, akzeptiert die Seele widerwillig die physische Welt und umarmt ihre Komplexität und Widersprüche. Das Gedicht schließt mit einem Aufruf, die Engel von ihren "rötlichen Galgen" herabzulassen und alle Menschen—Diebe, Liebende und Nonnen gleichermaßen—in saubere Wäsche zu kleiden, was Erneuerung, Vergebung und das zarte Gleichgewicht des menschlichen Daseins symbolisiert.

Hintergrund und Autorenvorstellung

Dieses Gedicht stammt von Philip Larkin, einem bedeutenden englischen Dichter des 20. Jahrhunderts, der für seine Reflexionen über das alltägliche Leben, die Sterblichkeit und die Spannung zwischen spirituellem Verlangen und irdischer Realität bekannt ist. Larkins Werk kombiniert oft einfach gesprochene Sprache mit tiefem emotionalen Gehalt und erfasst die subtilen Komplexitäten menschlicher Erfahrungen.

Geschrieben in der Nachkriegszeit, spiegelt dieses Gedicht Larkins charakteristischen Skeptizismus gegenüber dem Idealismus und seinen Fokus auf das Gewöhnliche wider. Die Bildsprache von Wäsche und täglichen Aufgaben dient als Metapher für die Reinigung und Erneuerung, die das Leben verlangt, auch wenn die Seele nach etwas Transzendenterem verlangt. Larkins Poesie erkundet oft den Konflikt zwischen Hoffnung und Resignation, was dieses Gedicht zu einer eindringlichen Meditation über die menschliche Bedingung macht.

Lektionen und Einsichten für Kinder und Schüler

Aus diesem Gedicht können Kinder und Schüler mehrere wichtige Lektionen lernen:

  • Wertschätzung des Gewöhnlichen: Das Gedicht lehrt, dass alltägliche Aktivitäten, wie Wäsche, Schönheit und Bedeutung haben können.
  • Verständnis komplexer Emotionen: Es führt die Idee ein, dass Gefühle von Ehrfurcht und Enttäuschung koexistieren können.
  • Bildsprache und Metapher: Schüler können erkunden, wie Dichter lebendige Bilder (Engel, Wäsche, Dämmerung) verwenden, um abstrakte Ideen auszudrücken.
  • Das Gleichgewicht zwischen Geist und Körper: Das Gedicht regt zur Reflexion darüber an, wie wir unsere inneren Träume mit den täglichen Realitäten versöhnen.

Im praktischen Leben und Lernen kann dieses Gedicht Achtsamkeit und Dankbarkeit für einfache Momente inspirieren. Es bietet auch ein reichhaltiges Beispiel für das Studium von bildlicher Sprache, Symbolik und Ton in der Poesie.

Schlüsselvokabular und Konzepte

  • Falsche Dämmerung: Ein momentanes Licht vor dem echten Sonnenaufgang, das Illusion oder vorübergehende Hoffnung symbolisiert.
  • Heiteres Gefühl: Ein friedlicher, ruhiger und glücklicher Zustand.
  • Allgegenwart: Überall gleichzeitig präsent sein.
  • Rapt quiet: Eine tief absorbierte Stille.
  • Punctual rape: Eine harte, wiederholte Verletzung—in diesem Kontext das tägliche Eindringen der Realität in den Frieden der Seele.
  • Rötliche Galgen: Eine Metapher für den Ort, an dem Engel gehalten oder ausgestellt werden, was Leiden oder Zurückhaltung symbolisiert.

Leseverständnisfragen

  1. Welcher Klang weckt den Sprecher zu Beginn des Gedichts?
  2. Wie werden die Engel beschrieben und was symbolisieren ihre Kleider?
  3. Was fühlt die Seele, als sie zuerst aufwacht?
  4. Was deutet der Ausdruck "punctual rape of every blessèd day" über die Sicht des Sprechers auf das tägliche Leben an?
  5. Warum bittet die Seele um "nichts als Wäsche" auf Erden?
  6. Wie endet das Gedicht und was repräsentiert das letzte Bild von sauberer Wäsche?

Antworten

  1. Der Sprecher wird durch den Schrei der Seilzüge geweckt.
  2. Die Engel werden beschrieben, als würden sie Bettlaken, Blusen und Schürzen tragen, was die Präsenz des Göttlichen im gewöhnlichen, alltäglichen Leben symbolisiert.
  3. Die Seele fühlt sich erstaunt, körperlos und einfach, schwebend zwischen Schlaf und Wachsein.
  4. Der Ausdruck deutet darauf hin, dass das tägliche Leben hart und eindringlich ist und regelmäßig den Frieden der Seele stört.
  5. Die Seele sehnt sich nach Einfachheit, Reinheit und der bescheidenen Schönheit alltäglicher Aufgaben.
  6. Das Gedicht endet mit der Seele, die den wachen Körper akzeptiert und nach Erneuerung und Gleichgewicht ruft, symbolisiert durch saubere Wäsche für alle Arten von Menschen.

Dieses Gedicht bietet eine reiche Erkundung der Spannung zwischen spirituellem Verlangen und irdischer Realität und ermutigt die Leser, Schönheit und Bedeutung in den gewöhnlichen Momenten des Lebens zu finden.