Ghana ruft von W. E. B. Du Bois - Giggle Gedichte

Ghana ruft von W. E. B. Du Bois - Giggle Gedichte

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Original Gedicht:

I was a little boy, at home with strangers.
I liked my playmates, and knew well,
Whence all their parents came;
From England, Scotland, royal France
From Germany and oft by chance
The humble Emerald Isle.
But my brown skin and close-curled hair
Was alien, and how it grew, none knew;
Few tried to say, some dropped a wonderful word or stray;
Some laughed and stared.
And then it came: I dreamed.
I placed together all I knew
All hints and slurs together drew.
I dreamed.
I made one picture of what nothing seemed
I shuddered in dumb terror
In silence screamed,
For now it seemed this I had dreamed;
How up from Hell, a land had leaped
A wretched land, all scorched and seamed
Covered with ashes, chained with pain
Streaming with blood, in horror lain
Its very air a shriek of death
And agony of hurt.
Anon I woke, but in one corner of my soul
I stayed asleep.
Forget I could not,
But never would I remember
That hell-hoist ghost
Of slavery and woe.
I lived and grew, I worked and hoped
I planned and wandered, gripped and coped
With every doubt but one that slept
Yet clamoured to awaken.
I became old; old, worn and gray;
Along my hard and weary way
Rolled war and pestilence, war again;
I looked on Poverty and foul Disease
I walked with Death and yet I knew
There stirred a doubt: Were all dreams true?
And what in truth was Africa?
One cloud-swept day a Seer appeared,
All closed and veiled as me he hailed
And bid me make three journeys to the world
Seeking all through their lengthened links
The endless Riddle of the Sphinx.
I went to Moscow; Ignorance grown wise taught me Wisdom;
I went to Peking: Poverty grown rich
Showed me the wealth of Work
I came to Accra.
Here at last, I looked back on my Dream;
I heard the Voice that loosed
The Long-looked dungeons of my soul
I sensed that Africa had come
Not up from Hell, but from the sum of Heaven’s glory.
I lifted up mine eyes to Ghana
And swept the hills with high Hosanna;
Above the sun my sight took flight
Till from that pinnacle of light
I saw dropped down this earth of crimson, green and gold
Roaring with color, drums and song.
Happy with dreams and deeds worth more than doing
Around me velvet faces loomed
Burnt by the kiss of everlasting suns
Under great stars of midnight glory
Trees danced, and foliage sang;
The lilies hallelujah rang
Where robed with rule on Golden Stool
The gold-crowned Priests with duty done
Pour high libations to the sun
And danced to gods.
Red blood flowed rare ’neath close-clung hair
While subtle perfume filled the air
And whirls and whirls of tiny curls
Crowned heads.
Yet Ghana shows its might and power
Not in its color nor its flower
But in its wondrous breadth of soul
Its Joy of Life
Its selfless role
Of giving.
School and clinic, home and hall
Road and garden bloom and call
Socialism blossoms bold
On Communism centuries old.
I lifted my last voice and cried
I cried to heaven as I died:
O turn me to the Golden Horde
Summon all western nations
Toward the Rising Sun.
From reeking West whose day is done,
Who stink and stagger in their dung
Toward Africa, China, India’s strand
Where Kenya and Himalaya stand
And Nile and Yang-tze roll:
Turn every yearning face of man.
Come with us, dark America:
The scum of Europe battened here
And drowned a dream
Made fetid swamp a refuge seem:
Enslaved the Black and killed the Red
And armed the Rich to loot the Dead;
Worshipped the whores of Hollywood
Where once the Virgin Mary stood
And lynched the Christ.
Awake, awake, O sleeping world
Honor the sun;
Worship the stars, those vaster suns
Who rule the night
Where black is bright
And all unselfish work is right
And Greed is Sin.
And Africa leads on:
Pan Africa!

Analyse und Interpretation des Gedichts

Dieses eindrucksvolle Gedicht erzählt die Reise eines Jungen mit brauner Haut, der unter Fremden aus verschiedenen europäischen Hintergründen aufwächst. Das Gedicht erforscht Themen wie Identität, Entfremdung, historische Traumata, Hoffnung und kulturellen Stolz. Die frühen Erfahrungen des Jungen mit Ausgrenzung und Missverständnis führen ihn zu einem eindringlichen Traum von Afrika als einem Land, das von Sklaverei und Leiden gezeichnet ist. Doch während er reift und reist, gewinnt er neue Einsichten, die seine Sicht auf Afrika von einem Ort der Verzweiflung zu einem Ort des Ruhms, der Widerstandsfähigkeit und des kulturellen Reichtums verwandeln.

Die lebendige Bildsprache des Gedichts kontrastiert das dunkle Erbe von Sklaverei und Unterdrückung mit dem lebendigen Leben und Geist von Ghana und Afrika. Die Verweise auf historische Ereignisse wie Krieg, Pest und koloniale Ausbeutung vertiefen die emotionale Wirkung. Das Gedicht kulminiert in einem kraftvollen Aufruf zur globalen Erweckung und Einheit und betont Afrikas Führungsrolle sowie die Bedeutung von selbstlosem Arbeiten und Freude im Leben.

Hintergrund und Einführung des Autors

Obwohl das Gedicht den Autor nicht ausdrücklich nennt, spiegelt es die Stimme eines afrikanischen Schriftstellers wider, der sich intensiv mit der pan-afrikanischen Bewegung und dem Kampf gegen Kolonialismus und Rassengerechtigkeit auseinandersetzt. Die historischen und kulturellen Verweise des Gedichts deuten darauf hin, dass es in der Mitte des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, einer Zeit, in der viele afrikanische Nationen ihre Unabhängigkeit erlangten und ihre Identitäten zurückeroberten.

Der Stil und die Themen des Gedichts erinnern an Dichter wie Kwame Nkrumah, Léopold Sédar Senghor oder Langston Hughes, die Poesie als Mittel für sozialen Wandel und kulturelle Bestätigung nutzten. Die Reise des Gedichts von der kindlichen Entfremdung zum reifen Stolz spiegelt das kollektive Erwachen der afrikanischen Völker während der Dekolonisierungsära wider.

Reflexion und persönliche Antwort

Das Lesen dieses Gedichts lädt uns ein, über die Komplexität von Identität und Geschichte nachzudenken. Es fordert uns heraus, das schmerzhafte Erbe von Sklaverei und Kolonialismus zu konfrontieren und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit und Schönheit afrikanischer Kulturen zu feiern. Die hoffnungsvolle Vision des Gedichts ermutigt uns, über vergangenes Leiden hinauszusehen und das Potenzial für Erneuerung und Einheit zu erkennen.

Für mich ist das Gedicht eine Erinnerung an die Kraft der Träume und die Bedeutung, unsere Wurzeln zu verstehen. Es inspiriert zu einem Engagement für Gerechtigkeit, Empathie und die Feier der Vielfalt. Der Aufruf „Erwache, erwache, o schlafende Welt“ hallt als zeitloser Appell für Bewusstsein und kollektives Handeln wider.

Bildungswert und Lernpunkte für Kinder und Schüler

Dieses Gedicht bietet reiche Lernmöglichkeiten für Kinder und Schüler:

  • Historisches Bewusstsein: Es führt in die schmerzhafte Geschichte von Sklaverei, Kolonialismus und deren Auswirkungen auf die afrikanische Identität ein.
  • Kultureller Stolz: Es fördert die Wertschätzung für afrikanisches Erbe, Traditionen und den Geist des Pan-Afrikanismus.
  • Empathie und Inklusion: Das Gedicht ermutigt zum Verständnis und Respekt für Menschen unterschiedlicher Herkunft.
  • Kritisches Denken: Schüler können die Symbolik und Bildsprache erkunden und die tiefergehenden Bedeutungen des Gedichts interpretieren.
  • Sprachliche Fähigkeiten: Der lebendige Wortschatz und die poetischen Mittel (wie Metaphern, Alliterationen und Bilder) des Gedichts bieten hervorragendes Material für literarische Analysen.

Praktische Anwendungen im Leben und Lernen

  • Identitätsforschung: Schüler können das Gedicht mit ihren eigenen Erfahrungen des Andersseins oder der Ausgrenzung in Verbindung bringen.
  • Kreatives Schreiben: Inspiriert von dem Gedicht können Schüler ihre eigenen Gedichte oder Geschichten über Erbe und Träume schreiben.
  • Sozialkunde: Das Gedicht kann in den Unterricht über afrikanische Geschichte, Geographie und die pan-afrikanische Bewegung integriert werden.
  • Moralische Lektionen: Das Gedicht lehrt Werte wie Widerstandsfähigkeit, Hoffnung und die Bedeutung von Gemeinschaft und Selbstlosigkeit.

Leseverständnisfragen

  1. Woher kamen die Eltern der Spielkameraden des Jungen?
  2. Wie fühlte sich der Junge bezüglich seiner eigenen Haut und Haare im Vergleich zu anderen?
  3. Was träumte der Junge von Afrika?
  4. Welche Veränderungen in der Wahrnehmung des Jungen über Afrika treten im Laufe des Gedichts auf?
  5. Welche Botschaft vermittelt das Gedicht über Afrikas Rolle in der Welt?
  6. Wie beschreibt das Gedicht die Auswirkungen von Krieg und Krankheit auf das Leben des Jungen?
  7. Welche Bedeutung hat der im Gedicht erwähnte „Goldene Thron“?
  8. Wie wird der Westen im Gedicht dargestellt und welche Beziehung hat er zu Afrika?
  9. Was deutet das Gedicht über Gier und Selbstsucht an?
  10. Wie ist der allgemeine Ton oder die Stimmung des Gedichts am Ende?

Antworten auf die Leseverständnisfragen

  1. Die Eltern der Spielkameraden des Jungen kamen aus England, Schottland, Frankreich, Deutschland und Irland (der Smaragdinsel).
  2. Der Junge fühlte sich entfremdet wegen seiner braunen Haut und der eng gewundenen Haare, die anders waren als die der anderen.
  3. Er träumte von Afrika als einem Land, das von Sklaverei, Schmerz und Leiden gezeichnet ist, fast wie ein höllischer Ort.
  4. Im Laufe der Zeit verändert sich die Wahrnehmung des Jungen, sodass er Afrika als ein Land des Ruhms, der Kultur und der Hoffnung sieht, anstatt als einen Ort der Verzweiflung.
  5. Das Gedicht vermittelt, dass Afrika die Welt in Werten wie Lebensfreude, Selbstlosigkeit und sozialem Fortschritt anführt.
  6. Krieg, Pest, Armut und Krankheit werden als Härten beschrieben, die der Junge erlebt und erleidet.
  7. Der Goldene Thron symbolisiert Ghanas königliches Erbe, kulturellen Stolz und spirituelle Autorität.
  8. Der Westen wird negativ dargestellt, assoziiert mit Verfall, Gier und historischem Unrecht gegenüber Afrika.
  9. Gier wird als Sünde verurteilt, während selbstloses Arbeiten als richtig und ehrenhaft gelobt wird.
  10. Der Ton wechselt von Entfremdung und Angst zu Hoffnung, Stolz und einem Aufruf zur globalen Erweckung und Einheit.

Dieses Gedicht ist eine tiefgründige Bildungsressource, die nicht nur literarische Wertschätzung lehrt, sondern auch historisches Verständnis und moralische Entwicklung fördert. Es ermutigt junge Leser, Vielfalt zu umarmen, über die Geschichte nachzudenken und auf eine gerechte und vereinte Welt hinzuarbeiten.