Suchen Sie nach einer gemeinsamen Familienvorlesezeit? Vorlesegeschichten sind eine freudige Art, den Tag ausklingen zu lassen. Diese Geschichten sind zum Teilen gemacht. Kinder können zuhören, raten und sogar mitmachen. Die Geschichten sind voller sanftem Lachen und gemütlichen Enden. Sie verwandeln die Schlafenszeit in ein lustiges Spiel. Hier sind drei besondere Gute-Nacht-Geschichten, die speziell für das gemeinsame Lesen gemacht wurden. Jede hat am Ende eine kleine Überraschung. Also, mach es dir gemütlich und lass uns unser Geschichtenabenteuer beginnen.
Geschichte eins: Der Löffel, der in der Küche tanzte
Jede Nacht, nachdem das letzte Geschirr gespült war, wurde es in der Küche still. Oder zumindest dachten das die Leute. Aber die Küchenutensilien kannten ein Geheimnis. Eines Nachts fühlte sich ein kleiner silberner Löffel namens Silas gelangweilt. Er saß in der Schublade mit all den Gabeln und Messern. "Ich wünschte, ich könnte tanzen", sagte Silas seufzend. Eine große Suppenkelle neben ihm kicherte. "Löffel tanzen nicht, Silas. Wir rühren um."
Aber Silas hatte einen Traum. In dieser Nacht, als der Mond durch das Fenster schien, beschloss er, es zu versuchen. Er schlich sich an den Rand der Theke. Der Boden sah sehr weit unten aus. Plötzlich erfasste ihn eine sanfte Brise vom Fenster. Sie brachte ihn zum Wackeln! "Juhu!" rief Silas leise. Er wackelte nach links. Dann wackelte er nach rechts. Für die anderen Löffel sah es aus wie ein Tanz! "Schau! Silas tanzt!" flüsterte ein Buttermesser.
Bald versuchte eine Gabel mitzumachen. Sie hüpfte und machte ein Kling-Geräusch. Ein Teller beobachtete und drehte sich langsam, wobei er wirrr machte. Für ein paar Minuten war die Küche voller sanfter, musikalischer Geräusche. Kling, wackeln, wirrr, tapp! Es war eine ruhige Küchenparty. Sie hatten so viel Spaß. Sie tanzten in der Nähe der Zuckerdose. Sie wiegten sich an der Seite des Toasters. Es war die beste Nacht aller Zeiten für Silas.
Aber was verursachte die Brise? Das Fenster war nur ein kleines bisschen geöffnet. In diesem Moment betrat die flauschige Katze der Familie, Muffin, die Küche. Sie suchte nach einem Mitternachtssnack. Ihr großer, flauschiger Schwanz schwang hin und her hinter ihr. Schwisch, schwisch, schwisch. Jedes Mal, wenn ihr Schwanz schwang, schob er ein wenig Luft über die Theke. Das war die Brise! Es war Muffins Schwanz, der Silas, den Löffel, zum Wackeln und "Tanzen" brachte. Silas tanzte nicht wirklich von selbst. Er bekam Hilfe von einem pelzigen Freund.
Muffin fand ein Krümel und aß ihn. Dann legte sie sich auf die kühlen Küchenfliesen. Ihr Schwanz hörte auf zu schwingen. Die sanfte Brise hörte auf. Eines nach dem anderen beruhigten sich die Küchenutensilien. Der Teller hörte auf sich zu drehen. Die Gabel hörte auf zu hüpfen. Silas, der Löffel, wackelte ein letztes Mal und blieb stehen. Er war sehr glücklich. Er hatte getanzt! Jetzt waren alle schläfrig. Silas ruhte sich neben der freundlichen Kelle aus. Muffin, die Katze, schnurrte leise auf dem Boden. Die ganze Küche war ruhig und still, bereit für eine gute Nachtruhe.
Geschichte zwei: Die singende Zahnbürste im Badezimmer
In einem blauen Becher am Waschbecken lebte eine Zahnbürste namens Benny. Benny liebte saubere Zähne. Aber er liebte auch Musik. Er hörte oft morgens im Radio Lieder. "Ich möchte auch singen", sagte Benny zu seinem Freund, einer Tube Zahnpasta namens Minty. "Zahnbürsten schrubben, sie singen nicht", antwortete Minty und quetschte ein wenig blaue Paste heraus.
In dieser Nacht war das Badezimmer dunkel und still. Benny stand aufrecht in seinem Becher. Er dachte ans Singen. Plötzlich hörte er ein Geräusch. Tropf... Tropf... Tropf. Es war der Wasserhahn. Der Klang hatte einen Rhythmus. Tropf (Pause) Tropf (Pause) Tropf-Tropf. Für Benny klang es wie ein Trommelschlag! Er konnte nicht anders. Er begann, sich im Takt der Tropfen zu wiegen. Wiegen, wiegen, tapp.
"La-la-la!" sang eine winzige Stimme. Es war nicht Benny. Er schaute sich um. Es war eine kleine Gummi-Ente, die am Rand der Wanne saß! Die Ente sang im Takt des Tropf-Tropf-Takts mit. "Mach mit, Benny!" quakte die Ente. Also tat Benny es. Er hatte keinen Mund, aber er summte. Bzzz-bzzz-la-bzzz! Er summte eine Melodie. Die Badematte flatterte eine Ecke wie ein tanzender Schal. Für eine Weile war das Badezimmer ein Konzertsaal. Sie sangen ein Lied über Blasen und saubere, glänzende Waschbecken.
Aber woher kam die singende Stimme? Das Quietschen der Ente war eher ein Quiek-Quiek als ein La-La. Benny hörte aufmerksam zu. Das schöne "La-la-la" kam aus der kleinen, runden Lüftungsöffnung in der Nähe der Decke! Wenn sich die Heizung des Hauses einschaltete, pfiff Luft durch die Lüftungsöffnung in einem perfekten, musikalischen Ton. Es war das Haus selbst, das sang! Der Tropfen war die Trommel, die Lüftungsöffnung war der Sänger und Benny und die Ente waren die Band.
Die Heizung schaltete sich aus. Das Singen aus der Lüftungsöffnung verblasste langsam zu einem sanften Summen, dann Stille. Das Tropfen des Wasserhahns hörte schließlich auf. Das Konzert war vorbei. Die Gummi-Ente seufzte klein und glücklich und ließ sich in der Wanne nieder. Benny, die Zahnbürste, hörte auf zu summen und stand ruhig in seinem Becher. Minty, die Zahnpastatube, schlief bereits. Das Badezimmer war friedlich und still, bereit für einen brandneuen Morgen.
Geschichte drei: Die Wolke, die wie Zuckerwatte aussah
An einem sonnigen Samstag lag ein Junge namens Leo im Parkgras. Er schaute in den Himmel. Er liebte es, Formen in den Wolken zu finden. Er sah einen Hund, ein Schiff und einen lustigen Hut. Dann sah er die wunderbarste Wolke. Sie war groß, flauschig und rosa von der untergehenden Sonne. Sie sah aus wie ein riesiger Wattebausch! "Wow", flüsterte Leo. Er stellte sich vor, wie es schmecken würde. Wahrscheinlich nach Erdbeeren.
Hoch oben am Himmel hörte die Wolke Leo. Nun, Wolken haben keine Ohren, aber diese spürte einen warmen, glücklichen Gedanken. Sie wünschte sich, sie könnte Zuckerwatte sein. Sie wollte süß und lustig sein. Also, als der Wind wehte, versuchte die Wolke sehr hart, rosa und flauschig zu bleiben. Sie schwebte über den Park. Sie versuchte, noch köstlicher auszusehen. Leo beobachtete, wie sie schwebte. Auch andere Kinder im Park schauten nach oben. "Es sieht wirklich nach Süßigkeiten aus!" sagte ein Mädchen. Alle lächelten.
Die Wolke war so glücklich, sie zum Lächeln zu bringen. Sie trieb an den Schaukeln vorbei und über die hohe Rutsche. Sie wünschte sich, sie könnte ein kleines Stück für jedes Kind abbrechen. Aber Wolken bestehen aus Wasser, nicht aus Zucker. Die Sonne sank tiefer. Die leuchtend rosa Farbe der Wolke begann zu Orange zu verblassen, dann zu weichem Lila. Sie sah nicht mehr wie Zuckerwatte aus. Jetzt sah sie aus wie eine riesige Traube! Leo lachte. "Jetzt ist es eine Geleebohnenwolke!" sagte er.
Der Wind trug die Wolke sanft zum Horizont. Es war Zeit für die Wolke, ins Bett zu gehen. Als sie schwebte, dehnte sie sich dünn und lang aus. Sie war jetzt keine Zuckerwattewolke oder Geleebohnenwolke mehr. Sie war eine weiche, graue Decke, die den Rand des Himmels bedeckte. Leo beobachtete sie, bis sie verschwand. Er fühlte sich ruhig und glücklich. Er hatte einen lustigen Traum mit einer Wolke geteilt.
Leo ging nach Hause, um zu baden und Vorlesegeschichten zu lesen. In dieser Nacht, als er schlief, träumte er. In seinem Traum schwebte er auf einer weichen, rosa Wolke. Sie schmeckte genau wie Erdbeeren. Und hoch am Nachthimmel schlief auch die echte Wolke und träumte davon, Kinder zum Lächeln zu bringen. Es war ein perfektes, ruhiges Ende eines Tages der Fantasie. Diese Vorlesegeschichten sind voller sanfter Wunder, die darauf warten, von Ihnen gemeinsam entdeckt zu werden.

