Original Poem:
I am surprised to see
that the ocean is still going on.
Now I am going back
and I have ripped my hand
from your hand as I said I would
and I have made it this far
as I said I would
and I am on the top deck now
holding my wallet, my cigarettes
and my car keys
at 2 o’clock on a Tuesday
in August of 1960.
Dearest,
although everything has happened,
nothing has happened.
The sea is very old.
The sea is the face of Mary,
without miracles or rage
or unusual hope,
grown rough and wrinkled
with incurable age.
Still,
I have eyes.
These are my eyes:
the orange letters that spell
ORIENT on the life preserver
that hangs by my knees;
the cement lifeboat that wears
its dirty canvas coat;
the faded sign that sits on its shelf
saying KEEP OFF.
Oh, all right, I say,
I’ll save myself.
Over my right shoulder
I see four nuns
who sit like a bridge club,
their faces poked out
from under their habits,
as good as good babies who
have sunk into their carriages.
Without discrimination
the wind pulls the skirts
of their arms.
Almost undressed,
I see what remains:
that holy wrist,
that ankle,
that chain.
Oh God,
although I am very sad,
could you please
let these four nuns
loosen from their leather boots
and their wooden chairs
to rise out
over this greasy deck,
out over this iron rail,
nodding their pink heads to one side,
flying four abreast
in the old-fashioned side stroke;
each mouth open and round,
breathing together
as fish do,
singing without sound.
Dearest,
see how my dark girls sally forth,
over the passing lighthouse of Plum Gut,
its shell as rusty
as a camp dish,
as fragile as a pagoda
on a stone;
out over the little lighthouse
that warns me of drowning winds
that rub over its blind bottom
and its blue cover;
winds that will take the toes
and the ears of the rider
or the lover.
There go my dark girls,
their dresses puff
in the leeward air.
Oh, they are lighter than flying dogs
or the breath of dolphins;
each mouth opens gratefully,
wider than a milk cup.
My dark girls sing for this.
They are going up.
See them rise
on black wings, drinking
the sky, without smiles
or hands
or shoes.
They call back to us
from the gauzy edge of paradise,
good news, good news.
Analyse und Interpretation des Gedichts
Dieses eindringliche Gedicht erfasst einen tief reflektierenden Moment an Bord eines Schiffes, in dem der Sprecher über die Weite und Zeitlosigkeit des Ozeans nachdenkt. Das Gedicht beginnt mit einem Gefühl der Überraschung, dass der Ozean "immer noch weitergeht", was die endlose Kontinuität der Natur trotz menschlicher Erfahrungen und Ereignisse betont. Der Sprecher erzählt von einem persönlichen Akt der Trennung – das Abreißen seiner Hand von der eines anderen – und bekräftigt seinen Entschluss, indem er sagt, dass er "so weit gekommen ist", was Themen von Unabhängigkeit und Selbstvertrauen hervorhebt.
Der Schauplatz des Gedichts ist präzise und verankert den Moment in der Zeit: "2 Uhr an einem Dienstag im August 1960." Dieses Detail verleiht der Szene eine historische und persönliche Dimension, die sie lebendig und greifbar macht. Der Sprecher hält alltägliche Gegenstände – Geldbörse, Zigaretten, Autoschlüssel – Symbole des normalen Lebens und der Identität inmitten des weiten, alten Meeres.
Das Meer wird personifiziert als "das Gesicht von Maria", ein kraftvolles Bild, das die Natur mit Spiritualität und Alter verbindet. Es wird beschrieben als "ohne Wunder oder Wut oder ungewöhnliche Hoffnung", was eine ruhige, aber gealterte Präsenz suggeriert, "rauh und faltig geworden durch unheilbare Alterung." Dies stellt das Meer als ewig und gleichgültig dar, im Gegensatz zu menschlichen Emotionen und Ereignissen.
Der Blick des Sprechers wandert zu den unmittelbaren Umgebungen: der Rettungsring mit der Aufschrift "ORIENT", das "Zementrettungsboot" und ein "verblasstes Schild", das "FINGER WEG" warnt. Diese Details verankern das Gedicht in der Realität und symbolisieren Sicherheit, Gefahr und menschliche Versuche, die Natur zu kontrollieren oder zu überleben.
Ein auffälliges Bild folgt: vier Nonnen, die wie ein "Bridge-Club" sitzen, ihre Gesichter friedlich und kindlich. Der Sprecher stellt sich vor, dass sie sich von ihren Einschränkungen – Stiefeln und Stühlen – befreien, um "über dieses fettige Deck zu steigen", sich anmutig wie Fische zu bewegen, "stumm singend." Diese surreale Vision verbindet Spiritualität, Unschuld und Freiheit und steht im Kontrast zur Traurigkeit des Sprechers und der Härte des Meeres.
Das Gedicht schließt mit einer schönen, erhebenden Vision von "meinen dunklen Mädchen", die "auf schwarzen Flügeln" aufsteigen, leichter als "fliegende Hunde oder der Atem von Delfinen", stumm singend, während sie sich in Richtung "des gauzy edge of paradise" erheben. Dieses Bild vermittelt Hoffnung, Transzendenz und eine Verbindung zwischen irdischen Kämpfen und einem höheren Reich.
Hintergrund und Einführung des Autors
Dieses Gedicht spiegelt Themen wider, die in der Lyrik der Mitte des 20. Jahrhunderts häufig vorkommen, wo persönliche Erfahrungen, Spiritualität und Natur miteinander verwoben sind. Der genaue Autor wird hier nicht angegeben, aber der Stil deutet auf Einflüsse von Dichtern hin, die lebendige Bilder mit introspektiven Erzählungen verbinden, wie Elizabeth Bishop oder Theodore Roethke.
Der historische Kontext des Gedichts im Jahr 1960 deutet auf eine Zeit des Wandels und der Unsicherheit hin, möglicherweise als Reflexion von Nachkriegsgefühlen oder dem Beginn sozialer Transformationen. Die Bildsprache des Meeres als alt und gleichgültig weckt zeitlose menschliche Sorgen über Existenz, Glauben und Resilienz.
Persönliche Reflexion
Das Lesen dieses Gedichts weckt ein tiefes Gefühl von Einsamkeit und Kontemplation. Die Reise des Sprechers – sowohl physisch als auch emotional – erinnert uns an den menschlichen Kampf, Bedeutung in der Weite des Lebens zu finden. Der Kontrast zwischen dem Gewöhnlichen (Geldbörse, Zigaretten) und dem Mystischen (Nonnen, die still schwimmen) lädt die Leser ein, die Koexistenz des Gewöhnlichen und des Außergewöhnlichen in unserem Leben zu betrachten.
Die Bildsprache des Gedichts ermutigt zur Achtsamkeit gegenüber der Beständigkeit der Natur und unserer flüchtigen Präsenz darin. Sie inspiriert auch Empathie und Hoffnung, wie in der erhebenden Vision der "dunklen Mädchen", die in Richtung Paradies aufsteigen, was Befreiung und Erneuerung symbolisiert.
Bildungsinsights und Lernpunkte
Aus diesem Gedicht können Kinder und Schüler mehrere wertvolle Lektionen lernen:
- Bildsprache und Symbolik: Das Gedicht verwendet lebendige Bilder (das Meer, Nonnen, Rettungsboote), um tiefere Bedeutungen über das Leben, Spiritualität und das Altern zu vermitteln.
- Personifikation: Das Meer wird menschliche Eigenschaften zugeschrieben, was den Lesern hilft, emotional mit der Natur zu verbinden.
- Themen von Unabhängigkeit und Resilienz: Der Akt des Sprechers, sich von der Hand eines anderen zu trennen und zu entscheiden, "mich selbst zu retten", lehrt Selbstvertrauen.
- Spirituelle und mystische Elemente: Die Nonnen und die aufsteigenden Mädchen führen Ideen von Glauben, Freiheit und Transzendenz ein.
- Historischer Kontext: Das spezifische Datum regt zur Erkundung der 1960er Jahre an und verbindet Literatur mit Geschichte.
In praktischen Lebens- und Lernumgebungen kann dieses Gedicht verwendet werden, um:
- Kreatives Schreiben zu fördern, indem Schüler ermutigt werden, sensorische Details und Symbolik zu verwenden.
- Kritisches Denken zu fördern, indem Metaphern und Themen interpretiert werden.
- Emotionale Intelligenz zu diskutieren, durch die Gefühle des Sprechers von Traurigkeit, Hoffnung und Entschlossenheit.
- Kulturelles und historisches Bewusstsein zu erkunden, indem das Gedicht in seiner Zeit verortet wird.
Leseverständnisübungen
-
Was überrascht den Sprecher zu Beginn des Gedichts?
A) Der Himmel ist klar
B) Der Ozean geht immer noch weiter
C) Das Schiff sinkt
D) Die Nonnen singen -
Was hält der Sprecher auf dem obersten Deck?
A) Ein Buch und einen Stift
B) Eine Geldbörse, Zigaretten und Autoschlüssel
C) Einen Rettungsring und ein Seil
D) Eine Kamera und ein Fernglas -
Wie wird das Meer im Gedicht beschrieben?
A) Jung und voller Wunder
B) Wütend und stürmisch
C) Sehr alt und faltig
D) Ruhig und still -
Welches ungewöhnliche Bild stellt sich der Sprecher in Bezug auf die vier Nonnen vor?
A) Sie spielen Karten auf dem Deck
B) Sie steigen auf und schwimmen wie Fische, singend ohne Ton
C) Sie tanzen im Regen
D) Sie malen das Geländer des Schiffs -
Was symbolisieren die 'dunklen Mädchen' im Gedicht?
A) Angst und Traurigkeit
B) Freiheit und Transzendenz
C) Gefahr und Warnung
D) Einsamkeit und Verzweiflung
Antwortschlüssel
- B) Der Ozean geht immer noch weiter
- B) Eine Geldbörse, Zigaretten und Autoschlüssel
- C) Sehr alt und faltig
- B) Sie steigen auf und schwimmen wie Fische, singend ohne Ton
- B) Freiheit und Transzendenz
















