Ahornsirup von Donald Hall - Giggle Gedichte

Ahornsirup von Donald Hall - Giggle Gedichte

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Original Gedicht:

August, goldenrod blowing. We walk
into the graveyard, to find
my grandfather’s grave. Ten years ago
I came here last, bringing
marigolds from the round garden
outside the kitchen.
I didn’t know you then.
We walk
among carved names that go with photographs
on top of the piano at the farm:
Keneston, Wells, Fowler, Batchelder, Buck.
We pause at the new grave
of Grace Fenton, my grandfather’s
sister. Last summer
we called on her at the nursing home,
eighty-seven, and nodding
in a blue housedress. We cannot find
my grandfather’s grave.
Back at the house
where no one lives, we potter
and explore the back chamber
where everything comes to rest: spinning wheels,
pretty boxes, quilts,
bottles, books, albums of postcards.
Then with a flashlight we descend
firm steps to the root cellar—black,
cobwebby, huge,
with dirt floors and fieldstone walls,
and above the walls, holding the hewn
sills of the house, enormous
granite foundation stones.
Past the empty bins
for squash, apples, carrots, and potatoes,
we discover the shelves for canning, a few
pale pints
of tomato left, and—what
is this?—syrup, maple syrup
in a quart jar, syrup
my grandfather made twenty-five
years ago
for the last time.
I remember
coming to the farm in March
in sugaring time, as a small boy.
He carried the pails of sap, sixteen-quart
buckets, dangling from each end
of a wooden yoke
that lay across his shoulders, and emptied them
into a vat in the saphouse
where fire burned day and night
for a week.
Now the saphouse
tilts, nearly to the ground,
like someone exhausted
to the point of death, and next winter
when snow piles three feet thick
on the roofs of the cold farm,
the saphouse will shudder and slide
with the snow to the ground.
Today
we take my grandfather’s last
quart of syrup
upstairs, holding it gingerly,
and we wash off twenty-five years
of dirt, and we pull
and pry the lid up, cutting the stiff,
dried rubber gasket, and dip our fingers
in, you and I both, and taste
the sweetness, you for the first time,
the sweetness preserved, of a dead man
in the kitchen he left
when his body slid
like anyone’s into the ground.

Analyse und Erklärung des Gedichts

Dieses Gedicht fängt auf schöne Weise einen bewegenden Moment der Erinnerung und Verbindung zur Vergangenheit ein. Der Sprecher nimmt uns mit auf eine nachdenkliche Reise zu einem Friedhof, wo sie das Grab ihres Großvaters suchen, und ruft Themen wie Erinnerung, Verlust und Familienerbe hervor. Die Bilder von August-Goldruten, die wehen, und Ringelblumen aus dem Garten schaffen eine lebendige, natürliche Szene, die im Kontrast zur düsteren Atmosphäre des Friedhofs steht. Die Erzählung des Gedichts bewegt sich vom Suchen nach dem Grab des Großvaters hin zur Erkundung des alten Familienhofs und enthüllt Relikte der Vergangenheit wie Spinnräder, Decken und Gläser mit eingemachtem Essen.

Die Entdeckung des Ahornsirupglases, das der Großvater vor fünfundzwanzig Jahren gemacht hat, wird zu einem kraftvollen Symbol der Bewahrung – nicht nur des Sirups, sondern auch von Erinnerungen und Erbe. Der Akt des Kostens des Sirups verbindet den Sprecher und den Zuhörer mit dem Leben des Großvaters und überbrückt Vergangenheit und Gegenwart durch ein sinnliches Erlebnis. Das Gedicht endet mit einer Meditation über die Sterblichkeit, da der Körper des Großvaters in die Erde zurückkehrt, seine Präsenz jedoch im Zuhause und in der Süße des Sirups verweilt.

Hintergrund und Einführung des Autors

Dieses Gedicht stammt wahrscheinlich aus einem tief persönlichen Ort und reflektiert über Familiengeschichte und den Lauf der Zeit. Das intime Wissen des Autors über den Hof, die Objekte im Haus und die Details des Lebens des Großvaters deuten auf eine persönliche Verbindung zur Erzählung hin. Der Ton des Gedichts ist sanft und nostalgisch und betont die stillen Momente der Erinnerung anstelle dramatischer Trauer.

Der Stil des Autors kombiniert lebendige Bilder mit einfacher, klarer Sprache, was das Gedicht zugänglich macht und gleichzeitig starke Emotionen hervorruft. Der Fokus auf alltägliche Objekte und natürliche Umgebungen hebt die Bedeutung gewöhnlicher Momente bei der Bewahrung von Familiengeschichte und Identität hervor.

Reflexionen und Einsichten

Das Lesen dieses Gedichts lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie wir uns an die erinnern, die vor uns kamen, und wie physische Orte und Objekte Geschichten und Emotionen halten können. Es erinnert uns daran, dass Erinnerung nicht nur in Worten, sondern in alltäglichen Dingen bewahrt wird – einem Glas Sirup, einer Decke, einem Foto. Das Gedicht berührt auch die Unvermeidlichkeit des Todes, bietet jedoch eine tröstliche Sicht auf das Erbe: Obwohl der Körper in die Erde zurückkehrt, lebt das Wesen einer Person in den Erinnerungen und Traditionen weiter, die sie hinterlassen.

Bildungswert und Lernpunkte für Kinder und Schüler

Dieses Gedicht bietet viele wertvolle Lektionen für junge Lernende:

  • Verstehen von Themen wie Erinnerung und Familie: Schüler können erkunden, wie Familien Geschichten und Traditionen weitergeben und wie das Erinnern an Vorfahren uns mit unseren Wurzeln verbindet.
  • Bilder und sinnliche Sprache: Das Gedicht ist reich an beschreibender Sprache, die die Sinne anspricht, und bietet ein großartiges Beispiel für Schüler, die lernen, wie sie Bilder in ihrem eigenen Schreiben verwenden können.
  • Historischer und kultureller Kontext: Die Verweise auf Landwirtschaft, Zuckerherstellung und Lebensmittelkonservierung können Diskussionen über das Landleben, Traditionen und Veränderungen im Laufe der Zeit eröffnen.
  • Emotionale Intelligenz: Das Gedicht fördert Empathie und Reflexion über Verlust und Erinnerung und hilft Schülern, emotionale Bewusstheit zu entwickeln.
  • Wortschatzaufbau: Wörter wie Friedhof, Ringelblumen, Saphouse, Einmachen und Fundamentsteine führen spezifische Begriffe ein, die mit Natur, Landwirtschaft und Familienerbe verbunden sind.

Praktische Anwendungen im Leben und Lernen

  • Familiengeschichtsprojekte: Schüler können ermutigt werden, Familienmitglieder zu interviewen oder ihre eigenen Familiengeschichten zu erkunden, inspiriert von den Themen des Gedichts.
  • Kreative Schreibübungen: Mit sinnlichen Details und Erinnerungen können Schüler ihre eigenen Gedichte oder Geschichten über wichtige Personen in ihrem Leben schreiben.
  • Wissenschafts- und Naturlektionen: Die Verweise des Gedichts auf Pflanzen, Jahreszeiten und Lebensmittelkonservierung können mit Biologie und Umweltstudien verknüpft werden.
  • Diskussion über Sterblichkeit und Erbe: Altersgerechte Gespräche über Lebenszyklen und wie Menschen erinnert werden, können ein tieferes Verständnis und Respekt fördern.

Fragen zum Leseverständnis

  1. Wohin geht der Sprecher am Anfang des Gedichts und warum?
  2. Welche Objekte finden der Sprecher und sein Begleiter im hinteren Raum des Hauses?
  3. Was ist bedeutend an dem Glas Ahornsirup, das sie entdecken?
  4. Wie beschreibt das Gedicht das Saphouse und was symbolisiert dies?
  5. Welche Gefühle drückt der Sprecher beim Kosten des Sirups aus?
  6. Wie verbindet das Gedicht die Idee physischer Objekte mit Erinnerungen und Erbe?
  7. Was denkt ihr, sagt das Gedicht über die Beziehung zwischen Leben und Tod?

Antworten auf die Fragen zum Leseverständnis

  1. Der Sprecher geht zum Friedhof, um das Grab seines Großvaters zu finden.
  2. Sie finden Spinnräder, hübsche Kästchen, Decken, Flaschen, Bücher und Alben mit Postkarten.
  3. Das Glas Ahornsirup ist bedeutend, weil es vor fünfundzwanzig Jahren vom Großvater gemacht wurde und symbolisiert bewahrte Erinnerungen.
  4. Das Saphouse wird als schief und erschöpft beschrieben, was den Lauf der Zeit und den Niedergang alter Wege symbolisiert.
  5. Der Sprecher drückt ein Gefühl der Verbindung und Süße aus, indem er den bewahrten Sirup als Verbindung zum Großvater kostet.
  6. Das Gedicht zeigt, dass physische Objekte wie das Sirupglas Erinnerungen halten und helfen, das Erbe geliebter Menschen lebendig zu halten.
  7. Das Gedicht legt nahe, dass während der Tod das physische Leben beendet, Erinnerungen und die hinterlassenen Dinge weiterhin die Präsenz einer Person bewahren.

Dieses Gedicht ist eine berührende Erkundung von Familie, Erinnerung und dem Lauf der Zeit und bietet reichhaltiges Material für Schüler, um über Poesie, Geschichte und emotionale Reflexion zu lernen.