Menstruation mit vierzig von Anne Sexton - Giggle Gedichte

Menstruation mit vierzig von Anne Sexton - Giggle Gedichte

Spaßige Spiele + Spannende Geschichten = Glücklich lernende Kinder! Jetzt herunterladen

Original Gedicht:

I was thinking of a son.
The womb is not a clock
nor a bell tolling,
but in the eleventh month of its life
I feel the November
of the body as well as of the calendar.
In two days it will be my birthday
and as always the earth is done with its harvest.
This time I hunt for death,
the night I lean toward,
the night I want.
Well then—
speak of it!
It was in the womb all along.
I was thinking of a son ...
You! The never acquired,
the never seeded or unfastened,
you of the genitals I feared,
the stalk and the puppy’s breath.
Will I give you my eyes or his?
Will you be the David or the Susan?
(Those two names I picked and listened for.)
Can you be the man your fathers are—
the leg muscles from Michelangelo,
hands from Yugoslavia
somewhere the peasant, Slavic and determined,
somewhere the survivor bulging with life—
and could it still be possible,
all this with Susan’s eyes?
All this without you—
two days gone in blood.
I myself will die without baptism,
a third daughter they didn’t bother.
My death will come on my name day.
What’s wrong with the name day?
It’s only an angel of the sun.
Woman,
weaving a web over your own,
a thin and tangled poison.
Scorpio,
bad spider—
die!
My death from the wrists,
two name tags,
blood worn like a corsage
to bloom
one on the left and one on the right—
It’s a warm room,
the place of the blood.
Leave the door open on its hinges!
Two days for your death
and two days until mine.
Love! That red disease—
year after year, David, you would make me wild!
David! Susan! David! David!
full and disheveled, hissing into the night,
never growing old,
waiting always for you on the porch ...
year after year,
my carrot, my cabbage,
I would have possessed you before all women,
calling your name,
calling you mine.</p>

Gedicht Erklärung und Interpretation

Dieses eindringliche Gedicht erforscht die komplexen Emotionen rund um Schwangerschaft, Verlust und die Erwartung eines Lebens, das nie vollständig verwirklicht wird. Die Sprecherin reflektiert über die Idee eines Sohnes, der nie geboren wurde, und verwendet die Metapher des Mutterleibs nicht als mechanische Uhr, sondern als einen lebendigen, emotionalen Raum, der durch den Verlauf der Zeit und körperliche Erfahrungen geprägt ist. Der elfte Monat symbolisiert eine späte Phase der Schwangerschaft, einen Moment, der schwer mit Erwartung und Angst beladen ist.

Das Gedicht verwebt Themen von Geburt und Tod und hebt die fragile Grenze zwischen Leben und Verlust hervor. Die Sprecherin denkt über die Identität des verlorenen Kindes nach – ob es der Sprecherin ähnlich sehen würde oder einer anderen Figur, ob es stark wie "David" oder sanft wie "Susan" sein würde. Diese Namen symbolisieren potenzielle Zukünfte und das tiefe Verlangen nach Verbindung. Die Bilder von "Blut", "Tod" und "Namensfest" wecken sowohl physische als auch spirituelle Dimensionen des Verlusts, während die wiederholte Anrufung von "David" und "Susan" das Verlangen und die Trauer der Sprecherin unterstreicht.

Das Gedicht berührt auch Themen von Identität, Geschlecht und Erbe, indem es kulturelle und familiäre Abstammung erwähnt ("Hände aus Jugoslawien", "slawisch und entschlossen") und die Spannung zwischen vererbten Eigenschaften und individuellem Schicksal thematisiert. Die Reflexion der Sprecherin über das Sterben "ohne Taufe" und das Dasein als "dritte Tochter, um die sich niemand kümmerte" offenbart Gefühle von Vernachlässigung und Unsichtbarkeit und fügt eine Schicht persönlicher Traurigkeit hinzu.

Schließlich endet das Gedicht mit einer kraftvollen Evokation von Liebe als "roter Krankheit", einer Kraft, die sowohl wild als auch beständig ist, symbolisiert durch die wiederholten Aufrufe an "David" und das Bild des Wartens auf der Veranda, eine Metapher für Hoffnung und Sehnsucht, die trotz Verlust bestehen bleibt.

Hintergrund und Autorenvorstellung

Dieses Gedicht ist ein zutiefst persönliches und eindringliches Werk, das oft Dichtern zugeschrieben wird, die Themen wie Mutterschaft, Verlust und Identität erforschen. Der Hintergrund des Autors umfasst wahrscheinlich Erfahrungen mit Schwangerschaft, Trauer und kulturellem Erbe, die die lebendige Bildsprache und emotionale Tiefe des Gedichts prägen. Das Verständnis des historischen und kulturellen Kontexts des Autors – wie Nationalität, Familiengeschichte und persönliche Kämpfe – kann weitere Einblicke in die vielschichtigen Bedeutungen des Gedichts geben.

Der Stil des Gedichts spiegelt moderne und konfesionelle Poesietraditionen wider, in denen persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt der poetischen Stimme stehen. Die Verwendung symbolischer Namen, körperlicher Bilder und emotionaler Intensität steht im Einklang mit Dichtern, die offen über intime und oft schmerzhafte Themen schreiben.

Reflexionen und Einsichten

Das Lesen dieses Gedichts lädt uns ein, über die universellen Themen von Hoffnung, Verlust und dem menschlichen Verlangen nach Verbindung mit den Abwesenden oder Verlorenen nachzudenken. Es fordert uns heraus, darüber nachzudenken, wie wir mit Trauer umgehen und auf welche Weise Erinnerung und Vorstellung geliebte Menschen am Leben erhalten. Die rohe Ehrlichkeit und die lebendigen Metaphern des Gedichts machen es zu einer kraftvollen Meditation über die Komplexität von Mutterschaft und Identität.

Bildungswert und Lernpunkte

Schüler und Kinder können aus diesem Gedicht mehrere wichtige Lektionen lernen:

  • Emotionale Ausdruckskraft: Das Gedicht lehrt, wie Poesie ein Medium sein kann, um komplexe Emotionen wie Trauer, Sehnsucht und Hoffnung auszudrücken.
  • Bildsprache und Symbolik: Es bietet Beispiele dafür, wie Dichter Bildsprache (wie "Mutterleib", "Blut", "Namensfest") und Symbolik (Namen, kulturelle Referenzen) verwenden, um tiefere Bedeutungen zu vermitteln.
  • Kulturelle und familiäre Identität: Das Gedicht führt die Idee des Erbes ein und wie es die persönliche Identität prägt.
  • Themen von Leben und Tod: Es erforscht sensibel den Kreislauf des Lebens, den Schmerz des Verlustes und die Widerstandsfähigkeit der Liebe.
  • Kreatives Schreiben: Schüler können ermutigt werden, eigene Gedichte zu schreiben, die persönliche Erfahrungen oder Emotionen reflektieren.

Praktische Anwendungen im Leben und Lernen

  • Emotionale Bildung: Das Verständnis und die Diskussion über dieses Gedicht können Schülern helfen, Empathie und emotionale Intelligenz zu entwickeln.
  • Kulturelles Bewusstsein: Die Verweise auf Erbe und Identität können Diskussionen über Familiengeschichte und kulturelle Vielfalt anregen.
  • Kritisches Denken: Die Analyse der Metaphern und der Struktur des Gedichts entwickelt interpretative Fähigkeiten.
  • Kreativer Ausdruck: Das Gedicht kann kreative Projekte inspirieren, wie Schreiben oder Kunst, um Themen von Familie und Verlust zu erkunden.

Leseverständnisfragen

  1. Was ist das Hauptthema des Gedichts?
  2. Wie beschreibt die Sprecherin den Mutterleib und warum ist das bedeutend?
  3. Wer sind "David" und "Susan" im Gedicht und was repräsentieren sie?
  4. Welche Emotionen drückt die Sprecherin über das ungeborene Kind aus?
  5. Wie verbindet das Gedicht die Ideen von Geburt und Tod?
  6. Welche kulturellen oder familiären Referenzen werden erwähnt und warum sind sie wichtig?
  7. Wie stellt das Gedicht das Konzept der Liebe dar?

Antworten

  1. Das Hauptthema ist die Erwartung und der Verlust eines Kindes, das Trauer, Identität und Liebe erforscht.
  2. Der Mutterleib wird nicht als mechanische Uhr beschrieben, sondern als lebendiger Raum, der von Zeit und Emotionen geprägt ist, was die Komplexität von Schwangerschaft und Verlust symbolisiert.
  3. "David" und "Susan" sind symbolische Namen, die potenzielle Identitäten und Zukünfte für das ungeborene Kind repräsentieren.
  4. Die Sprecherin drückt Angst, Sehnsucht, Trauer und Hoffnung in Bezug auf das ungeborene Kind aus.
  5. Das Gedicht verbindet Geburt und Tod, indem es zeigt, wie eng sie in der Erfahrung von Schwangerschaft und Verlust zusammenliegen.
  6. Verweise auf "Hände aus Jugoslawien" und "slawisch und entschlossen" heben das kulturelle Erbe und die familiäre Identität hervor.
  7. Liebe wird als kraftvolle, wilde und beständige Kraft dargestellt, metaphorisch beschrieben als "rote Krankheit".

Dieses Gedicht bietet reichhaltiges Material für Studium, Reflexion und emotionales Wachstum und ist wertvoll für Bildungseinrichtungen, die sich auf Literatur, persönliche Entwicklung und kulturelles Verständnis konzentrieren.